S24 / ST24 / SDT24

 

Die Voss 24- und 32-Reihe gehört zur sogenannten „S-Serie“ der Wuppertaler Schreibmaschinenfabrik Voss & Co. und wurde ab den 1950er-Jahren als Weiterentwicklung der frühen Modelle 48 und 50 produziert. Sie markiert die wichtigste und technisch ausgereifteste Phase der Voss-Portablemaschinen.

Grundsätzlich bezeichnet die Zahl 24 oder 32 die Walzenbreite: 24 cm für kompaktere Reiseschreibmaschinen und 32 cm für größere, eher bürotaugliche Varianten. Damit deckte Voss zwei Einsatzbereiche ab – mobil und halbstationär im Büro. 

Die 24er- und 32er-Modelle wurden in mehreren Ausführungen angeboten. Das Grundmodell trägt die Bezeichnung „S“, die Version mit Tabulator heißt „ST“, und die technisch am stärksten ausgestattete Variante ist die „SDT“ mit Dezimal- bzw. erweitertem Tabulatorsystem. Diese Varianten unterscheiden sich also weniger in der Grundmechanik, sondern vor allem in der Büroausstattung und Bedienungsfunktion.

Technisch basieren alle Modelle auf einer robusten Typenhebelmechanik mit Vorderanschlag. Charakteristisch ist die stabile Konstruktion mit Metallinnenrahmen und einem Gehäuse aus dickem gegossenen Metall.

Gestalterisch zeigen die 24/32-Modelle den typischen Wandel der 1950er-Jahre: frühe Versionen wirken noch kompakt und eher sachlich, während spätere Varianten deutlich runder, moderner und „organischer“ gestaltet sind. Besonders die späteren S-Modelle gelten heute als markant im Design und werden oft für ihre ungewöhnliche Formensprache geschätzt.

Insgesamt steht die Voss 24- und 32-Reihe für die Hochphase der Voss-Entwicklung: technisch solide, klar strukturiert in Varianten und deutlich weiterentwickelt gegenüber den frühen Nachkriegsmodellen. Sie verbinden klassische deutsche Ingenieursbauweise mit einem zunehmend modernen Design der 1950er- und frühen 1960er-Jahre.