46 a, b, c
Die Adler 46 ist eine Nachkriegsschreibmaschine der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, die ab 1946 entwickelt und in verschiedenen Varianten bis in die frühen 1950er Jahre produziert wurde. Sie gehört zur ersten Generation der neu gestarteten Adler-Schreibmaschinenfertigung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Direkt nach Kriegsende nahm Adler in Frankfurt wieder die Produktion von Schreibmaschinen auf, zunächst unter schwierigen Bedingungen und mit eingeschränkter Materialverfügbarkeit. Die Adler 46 war dabei eines der ersten neuen Standardmodelle dieser Zeit und markiert den Übergang von Vorkriegs- zu moderner Nachkriegsbauweise.
Technisch handelt es sich um eine klassische Typenhebelmaschine mit Vorderanschlag. Sie besitzt eine vierreihige Tastatur mit Umschaltung und basiert konstruktiv noch stark auf den bewährten Stoßstangen- und Segmentprinzipien früherer Adler-Modelle, wurde jedoch bereits an die vereinfachte Nachkriegsproduktion angepasst.
Charakteristisch für die Adler 46 ist ihre solide, aber im Vergleich zu Vorkriegsmaschinen bereits etwas vereinfachte Konstruktion. Sie wurde in mehreren Farb- und Variantenreihen gefertigt und diente sowohl im Büroalltag als auch im privaten Gebrauch als zuverlässige Standardmaschine der frühen Bundesrepublik.
Besonders typisch ist ihre direkte Verwandtschaft zu älteren Adler-Konstruktionen wie der Klein-Adler-Reihe, wodurch sie technisch noch klar in der Tradition der klassischen Adler-Stoßstangenmaschinen steht, gleichzeitig aber schon den Übergang zu moderneren Büroschreibmaschinen der 1950er Jahre einleitet.