Norm
Die Adler Norm 6 ist eine tragbare Schreibmaschine der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG und gehört zur wichtigen Linie der sogenannten „Kleinschreibmaschinen“ des Unternehmens. Sie wurde in den späten 1920er-Jahren entwickelt und markiert den Übergang von frühen kompakten Adler-Modellen hin zu standardisierten Reiseschreibmaschinen der Vorkriegszeit.
Technisch basiert die Norm 6 weiterhin auf der für Adler typischen Stoßstangenmechanik mit Vorderanschlag. Die Typen werden dabei über ein Gestänge nach vorne geführt und schlagen sichtbar auf das Papier auf, was eine direkte Kontrolle des Schriftbilds ermöglicht. Trotz der kompakten Bauweise handelt es sich um eine vollwertige Büroschreibmaschine im Kleinformat.
Ein wesentlicher Schritt bei der Norm-Reihe war die Einführung einer vereinheitlichten Normtastatur (DIN 2112), die Mitte der 1930er-Jahre umgesetzt wurde. Damit wurde die Bedienung standardisiert und deutlich an moderne Schreibgewohnheiten angepasst. Die Tastatur besitzt in der Regel vier Reihen mit 44 Tasten, über die mittels Umschaltung 88 Zeichen erzeugt werden können.
Konstruktiv besteht die Maschine aus einer Kombination von Leichtmetall und Bakelit, was sie für ihre Zeit vergleichsweise leicht und transportabel machte. Dadurch konnte sie sowohl im Büro als auch als Reiseschreibmaschine eingesetzt werden und war deutlich vielseitiger als frühere, schwerere Adler-Modelle.
Insgesamt steht die Adler Norm 6 für den Schritt hin zu standardisierten, modernen Kleinschreibmaschinen innerhalb der Adler-Produktpalette. Sie verbindet die robuste Adler-Mechanik mit einer vereinfachten, industriell gut produzierbaren Bauweise und bildet damit eine wichtige Zwischenstufe zwischen frühen Stoßstangenmaschinen und den späteren, stärker vereinheitlichten Reiseschreibmaschinen
.