Klein Urania

 

Die Klein Urania ist eine tragbare Schreibmaschine der Clemens Müller AG aus Dresden und wurde ab etwa 1935 bis in die Nachkriegszeit produziert. Sie gehört zur bekannten Urania-Serie, mit der das Unternehmen seine Entwicklung von Büro- und Kleinschreibmaschinen fortsetzte und die sich stark an den erfolgreichen kompakten Reiseschreibmaschinen der Zeit orientierte.

Die Maschine ist eine sogenannte Kleinschreibmaschine (Portable) mit Typenhebelmechanik und Vorderanschlag. Sie wurde so konstruiert, dass sie sowohl transportabel als auch für den täglichen Schreibgebrauch geeignet ist. Charakteristisch ist ihre kompakte Bauweise mit stabilem Metallinnenrahmen und einem Gehäuse aus Metall und später auch bakelit- oder kunststoffähnlichen Materialien, wie es für viele Maschinen dieser Zeit typisch war.

Technisch bot die Klein Urania eine solide Grundausstattung mit vierreihiger Tastatur, Farbbandumschaltung, Rücktaste und je nach Ausführung auch einfachen Tabulatorfunktionen. Sie war damit klar auf den praktischen Büro- und Alltagsgebrauch ausgelegt und weniger eine luxuriöse oder designorientierte Maschine.

Entstanden ist sie im Umfeld der Dresdner Schreibmaschinenindustrie rund um Clemens Müller, die bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts Schreibmaschinen produzierte und mit Modellen wie der Urania, Perkeo und später der Klein-Urania wichtige Entwicklungen im Bereich der deutschen Portablemaschinen prägte. Die Klein Urania steht dabei in direkter Linie dieser Entwicklung und ist eine vereinfachte, modernisierte Weiterführung der kleineren Urania-Modelle.

Insgesamt gilt die Klein Urania als typische deutsche Nachkriegs- und Spätvorkriegs-Kleinschreibmaschine: funktional, robust gebaut und auf Alltagstauglichkeit ausgelegt, ohne starkes Augenmerk auf Design, dafür aber mit solider und langlebiger Mechanik.