Groma

 

Die Firma Groma (Abkürzung für Großer Markersdorf) war ein deutscher Schreibmaschinenhersteller aus Markersdorf im Chemnitztal (Sachsen) und gehört zu den wichtigen, wenn auch kleineren Produzenten der deutschen Schreibmaschinenindustrie, vor allem im Osten. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1872 zurück, als zunächst Maschinen für die Textilindustrie gebaut wurden. Erst ab 1924 begann man mit der Produktion eigener Schreibmaschinen.

Die frühen Groma-Standardmaschinen waren vollständig aus Stahl gefertigt und galten als besonders robust. In den 1930er-Jahren folgten dann auch Kleinschreibmaschinen, bei denen bereits Leichtmetall und teilweise Kunststoff eingesetzt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk verstaatlicht und firmierte als VEB Groma Büromaschinen. In dieser Zeit konzentrierte man sich stark auf kompakte Schreibmaschinen, die zu einem großen Teil in den Export gingen.

Charakteristisch für Groma ist die Verbindung aus solider Mechanik und vergleichsweise moderner Bauweise, besonders bei den kleineren Maschinen. Viele Modelle waren technisch durchdacht, präzise gefertigt und oft exportorientiert. In den 1960er-Jahren endete die eigenständige Schreibmaschinenproduktion weitgehend, und der Betrieb wurde in größere DDR-Kombinate eingegliedert.