Modell 50

 

Die Voss Modell 50 ist eine tragbare Schreibmaschine der Wuppertaler Schreibmaschinenfabrik Voss & Co. und wurde ab 1950 bis etwa 1952 produziert. Sie ist die direkte Weiterentwicklung des Voss Modell 48 und gehört zur frühen Nachkriegsserie der Voss-Portablemaschinen.

Im Vergleich zum Vorgänger blieb die Technik weitgehend unverändert, jedoch wurde das Design stark überarbeitet und modernisiert. Besonders auffällig ist die etwas eckigere und geschlossener wirkende Gehäuseform sowie die Abdeckung der Farbbänder durch einen Spulendeckel, was die Maschine optisch ruhiger und geschützter wirken lässt.

Konstruktiv basiert die Modell 50 weiterhin auf einer stabilen, aber relativ einfachen Portable-Bauweise mit Metallinnenrahmen und einem äußeren Gehäuse aus Bakelit. Diese Kombination war keineswegs typisch für die frühen 1950er-Jahre. Doch Voss ging einen eigenen Weg und wollte Robustheit mit kompakter Bauform verbinden.

Auch beim Schreibgefühl unterscheidet sich die Voss 50 nur wenig vom Modell 48. Der Anschlag bleibt direkt und mechanisch klar, wobei die Maschine insgesamt als angenehm und relativ leise beschrieben wird. Gleichzeitig zeigen sich bereits kleine Verbesserungen in der Bedienung und im Gehäusedesign.

Insgesamt steht die Voss Modell 50 für eine leichte Weiterentwicklung innerhalb der frühen Voss-Reiseschreibmaschinen: technisch konservativ, aber optisch verfeinert und ein typischer Vertreter der deutschen Nachkriegs-Portableproduktion.