AEG
Die AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) war ursprünglich ein großer deutscher Elektrokonzern aus Berlin, der sich bereits früh auch mit Büromaschinen beschäftigte. Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte man das Potenzial der damals noch neuen Schreibtechnik und begann mit der Entwicklung eigener Systeme wie der bekannten Mignon-Zeigerschreibmaschine.
Nach dem Ersten Weltkrieg verlagerte die AEG ihre Büromaschinenproduktion zunehmend nach Erfurt, wo sich ein bedeutendes Zentrum der deutschen Schreibmaschinenindustrie entwickelte. Dort entstanden neben den Mignon-Maschinen auch die ersten Typenhebelschreibmaschinen, mit denen AEG in den klassischen Bürobereich einstieg.
In den 1920er-Jahren baute AEG ihr Programm weiter aus und entwickelte moderne Standardmaschinen für den professionellen Einsatz. Aus dieser Entwicklung ging schließlich auch die spätere Marke Olympia hervor: Die AEG-Modelle wurden ab etwa 1930 unter diesem Namen weitergeführt und weiterentwickelt.
Insgesamt steht AEG im Bereich der Schreibmaschinen für die Übergangsphase von frühen Spezialkonstruktionen hin zu modernen Standardmaschinen. Die Kombination aus industrieller Fertigung, technischer Entwicklung und der späteren Markenbildung machte das Unternehmen zu einem wichtigen Wegbereiter der deutschen Schreibmaschinenindustrie.