Traveller

 

Die Olympia Traveller ist eine mechanische Reiseschreibmaschine der Olympia-Werke, die ab 1969 eingeführt wurde und bis in die 1980er Jahre produziert wurde. Sie stellt die Weiterentwicklung der Olympia Splendid dar und basiert konstruktiv weitgehend auf deren Technik, wurde jedoch stärker auf kompakte Bauweise und wirtschaftliche Serienfertigung ausgelegt.

Charakteristisch für die Traveller ist ihr Konzept als tragbare Kleinschreibmaschine. Mit geschlossenem Gehäuse lässt sie sich wie ein kleiner Koffer transportieren, wodurch sie sich besonders für den mobilen Einsatz eignete. Trotz ihrer kompakten Abmessungen bietet sie eine vollständige mechanische Ausstattung mit Typenhebeltechnik, Wagenumschaltung sowie – je nach Ausführung – Zusatzfunktionen wie Farbbandumschaltung oder Tabulator. 

Die verschiedenen Varianten, darunter die „de Luxe“ und „de Luxe S“, unterschieden sich vor allem im Funktionsumfang. Während einfachere Modelle auf das Wesentliche reduziert waren, verfügten die höher ausgestatteten Versionen über erweiterte Einstellmöglichkeiten wie Anschlagregler oder Setztabulatoren. Die Maschine besaß in der Regel 44 Typen mit insgesamt 88 Schriftzeichen und war in mehreren Farbvarianten erhältlich. 

Gestalterisch steht die Olympia Traveller exemplarisch für das Industriedesign der späten 1960er Jahre. Das von Alfons Boothby und Georges Joseph entworfene Gehäuse verbindet funktionale Klarheit mit einer modernen, kompakten Formensprache. Im Zuge der Produktionsverlagerung ab den 1970er Jahren – unter anderem nach Jugoslawien – wurde die Traveller in großen Stückzahlen gefertigt und blieb lange Zeit ein weit verbreitetes Modell im Bereich der tragbaren Schreibmaschinen. 

Insgesamt gilt die Olympia Traveller als typische Vertreterin der späten mechanischen Reiseschreibmaschinen: leicht, funktional und auf breite Nutzung ausgelegt, zugleich jedoch bereits geprägt von Rationalisierung und industrieller Massenfertigung ihrer Zeit.