Plana
Die Olympia Plana ist eine flache, tragbare Schreibmaschine der Olympia Büromaschinen AG, die ab 1939 in Erfurt hergestellt wurde. Sie gehört zu den frühen Versuchen, eine besonders kompakte und transportable Schreibmaschine zu entwickeln und nimmt innerhalb der Olympia-Modellgeschichte eine Sonderstellung ein.
Charakteristisch für die Plana ist ihre außergewöhnlich niedrige Bauhöhe von nur etwa sieben bis acht Zentimetern, was ihr auch den Namen gab. Damit zählt sie zu den flachsten Schreibmaschinen ihrer Zeit. Trotz dieser kompakten Konstruktion handelt es sich um eine vollwertige Typenhebelmaschine mit Vorderaufschlag, einfacher Umschaltung und einer üblichen Tastaturbelegung mit rund 44 Tasten beziehungsweise 88 Schriftzeichen. Dazu kommen ein Setztabulator mit ganz eigener Funktionsweise und ein Farbschalter. Das ist sehr bemerkenswert.
Konstruktiv unterscheidet sich die Plana deutlich von späteren Olympia-Modellen. Um die geringe Bauhöhe zu erreichen, wurde verstärkt auf Materialien wie Bakelit sowie auf genietete Bauweisen zurückgegriffen. Diese Bauweise ermöglichte zwar eine besonders flache und moderne Konstruktion, machte die Maschine jedoch gleichzeitig weniger wartungsfreundlich als klassische, verschraubte Schreibmaschinen.
Die Olympia Plana war als portable Schreibmaschine konzipiert und richtete sich sowohl an mobile Nutzer – etwa Journalisten oder Reisende – als auch an kleinere Büros. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise weiterproduziert, unter anderem auch in der DDR, wo sie noch um 1950 unter dem Namen „Olympia“ geführt wurde.
Insgesamt stellt die Olympia Plana einen interessanten Übergang zwischen klassischen Vorkriegs-Schreibmaschinen und den späteren, stärker rationalisierten Nachkriegsmodellen dar. Ihr besonders flaches Design macht sie bis heute zu einem technisch und gestalterisch auffälligen Vertreter früher Reiseschreibmaschinen.