Klein Adler 1
Die Klein Adler 1 ist eine kompakte Schreibmaschine der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG und wurde ab 1912 als verkleinerte Variante der bekannten Adler 7 entwickelt. Sie gilt als erste deutsche „mittlere“ Schreibmaschine mit Stoßstangenmechanik und nimmt damit eine wichtige Stellung in der Entwicklung tragbarer Schreibmaschinen ein.
Technisch basiert die Klein Adler 1 auf dem für Adler typischen Stoßstangenprinzip. Dabei werden die Typenstäbe horizontal geführt und schlagen von vorne auf das Papier auf. Dieses System ermöglicht eine gleichmäßige Schrift sowie eine direkte Sicht auf das Geschriebene.
Die Tastatur ist als sogenannte Dritteltastatur ausgeführt: Sie besitzt drei Reihen mit insgesamt 30 Tasten, über die mittels Umschaltung bis zu drei Zeichen pro Taste erzeugt werden können. Eine separate Zahlenreihe fehlt, was für frühe Schreibmaschinen dieser Bauart typisch ist.
Konzeptionell stellt die Klein Adler 1 eine Mischform dar: Sie war sowohl als Büroschreibmaschine für kleinere Betriebe als auch als transportable Maschine gedacht. Durch ihre kompaktere Bauweise und ihr vergleichsweise geringes Gewicht eignete sie sich besonders für den mobilen Einsatz, etwa bei Reisenden oder Journalisten.
Die Maschine wurde bis etwa 1924 gefertigt und zeichnete sich – wie viele Adler-Modelle dieser Zeit – durch eine robuste und zuverlässige Konstruktion aus. Mit der nachfolgenden Klein Adler 2 erfolgte dann der Übergang zu moderneren Tastaturkonzepten mit vier Reihen und vereinfachter Umschaltung.
Insgesamt steht die Klein Adler 1 exemplarisch für den Übergang von großen Büroschreibmaschinen hin zu kompakteren, transportablen Geräten und zeigt zugleich die typische technische Handschrift der frühen Adler-Konstruktionen.