Modell 18
Die Modelle der Serie Torpedo 18 gelten heute als Sternstunden der deutschen Schreibmaschinenproduktion und markieren den erfolgreichen Wiederaufstieg der Torpedo-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg. Während das Werk in Frankfurt-Rödelheim im Krieg fast völlig zerstört worden war, konnte bereits 1945 die Fertigung wieder aufgenommen werden, wobei die „18er“-Reihe zum Inbegriff der soliden Kleinschreibmaschine avancierte.
Das Modell 18a bildete in den späten 1940er-Jahren den Auftakt. Es zeichnete sich durch ein funktionales, eher eckiges Design aus und verfügte bereits über hochwertige Mechanik wie das Wagnergetriebe und die praktische Segmentumschaltung. Letztere sorgt dafür, dass beim Schreiben von Großbuchstaben nicht der schwere Wagen, sondern nur das leichtere Typensegment angehoben wird, was das Tippen deutlich kräfteschonender macht.
Das spätere Modell 18b, das vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren produziert wurde, verfeinerte dieses Konzept weiter. Es gilt unter Sammlern und Liebhabern oft als die „perfekte“ Torpedo. Besonders hervorstechend ist bei der 18b das modernere, oft zweifarbige Metallgehäuse (beispielsweise in Kombinationen aus Creme und Blau) sowie ein außergewöhnlich präzises und direktes Schreibgefühl. Viele Experten bescheinigen der 18b eine Fertigungsqualität, die selbst mit den berühmten Olympia-Modellen jener Zeit konkurrieren kann oder diese sogar übertrifft.
Zusammenfassend macht diese Maschinen vor allem ihre Langlebigkeit und feinmechanische Präzision besonders. Sie waren keine billigen Massenprodukte, sondern hochwertige Arbeitsgeräte für den mobilen Einsatz, die auch heute noch durch ein sehr klares Schriftbild und eine flüssige Bedienung überzeugen. In der Geschichte der Torpedo-Werke bleibt die Serie 18 damit das erfolgreichste Kapitel der Nachkriegszeit, bevor die elektronische Konkurrenz das Ende der mechanischen Ära einläutete.