Gromina

 

Die Groma Gromina ist eine der interessantesten Kleinschreibmaschinen der frühen Nachkriegszeit und wurde Anfang der 1950er-Jahre in Markersdorf gebaut. Sie stellt den direkten Übergang von den Vorkriegsentwicklungen hin zu den späteren ultrakompakten Groma-Maschinen dar und gilt als Vorläufer der berühmten Groma Kolibri.

Konstruktiv basiert die Gromina auf den bereits vor dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Ideen von Leopold Ferdinand Pascher, der eine besonders kleine und leichte Schreibmaschine entworfen hatte. Diese Konzepte konnten erst nach dem Krieg umgesetzt werden und führten schließlich zur Gromina, die ab etwa 1951 produziert wurde. Insgesamt entstanden rund 30.000 Maschinen, bevor sie von der Kolibri abgelöst wurde.

Technisch handelt es sich um eine sehr kompakte Portable-Schreibmaschine mit Typenhebelmechanik, die bereits deutlich flacher gebaut ist als viele andere Maschinen ihrer Zeit. Sie gehört damit zu den frühen Versuchen, eine möglichst kleine und transportable Schreibmaschine zu entwickeln. Im Vergleich zu späteren Modellen ist die Mechanik jedoch noch recht komplex aufgebaut und teilweise etwas aufwendiger zu warten und einzustellen.

Im Schreibgefühl ist die Gromina bereits erstaunlich präzise, wirkt aber im Vergleich zur späteren Kolibri noch etwas weniger ausgereift. Dennoch liefert sie ein sauberes Schriftbild und zeigt deutlich die konstruktiven Ansätze, die später perfektioniert wurden.

Insgesamt steht die Groma Gromina für eine wichtige Zwischenstufe: Sie verbindet die Vorkriegsentwicklung der Kleinschreibmaschinen mit den extrem kompakten Nachkriegsmodellen und bildet damit die Grundlage für eine der bekanntesten deutschen Ultraportables – die Kolibri.