Modell 12
Eingeführt im Jahr 1925 und produziert bis etwa 1929, markierte das Modell 12 den Einstieg von Torpedo in das Segment der tragbaren Schreibgeräte. Zu dieser Zeit waren die Torpedo-Werke bereits für ihre robusten Standard-Büromaschinen bekannt, doch mit der Modell 12 reagierten sie auf den wachsenden Bedarf an Mobilität. Die Maschine wurde als „Klein-Torpedo Reise-Schreibmaschine“ vermarktet und zeichnete sich durch ihre für damalige Verhältnisse kompakten Maße aus – sie war deutlich flacher und leichter als die stationären Modelle.
Technisch handelt es sich um eine klassische mechanische Typenhebelschreibmaschine. Ein charakteristisches Merkmal dieser frühen Serie ist die Bauweise, bei der die Maschine fest mit einer hölzernen Bodenplatte verschraubt ist, die gleichzeitig als Unterteil des Transportkoffers dient. Die Tastatur entspricht dem damals bereits etablierten QWERTZ-Layout, und die Typenhebel sind in einem halbkreisförmigen Korb angeordnet, der durch eine gewölbte Metallabdeckung geschützt wird.
Obwohl das Modell 12 nur wenige Jahre produziert wurde, legte es das Fundament für die überaus erfolgreichen Nachfolgemodelle. Bereits 1928 erschien das Modell 14, das die Designsprache der Modell 12 fortführte, aber mechanisch weiter optimiert wurde. Die Modell 12 ist heute ein gesuchtes Sammlerstück, da sie den Übergang der Torpedo-Werke vom reinen Büromaschinenhersteller hin zum Produzenten hochwertiger Portables dokumentiert, die später (insbesondere nach der Übernahme durch Remington Rand 1931) Weltruhm erlangten.