Gabriele
Die Triumph Gabriele ist eine der bekanntesten Reiseschreibmaschinen der Triumph-Werke Nürnberg und entstand Ende der 1950er-Jahre im Zuge der Umbenennung und Weiterentwicklung der erfolgreichen Triumph-Kleinschreibmaschinenlinie. Sie geht direkt aus der „Durabel“-Reihe hervor und markiert den Beginn einer neuen, stark modernisierten Modellfamilie.
Der Name „Gabriele“ wurde 1957 eingeführt und ersetzte zunächst die Durabel, ohne dass sich die grundlegende Mechanik sofort änderte. Die erste Gabriele war im Kern noch baugleich mit der letzten Durabel-Generation, erhielt jedoch eine neue, zeitgemäßere Gestaltung und eine stärkere Markenidentität.
Technisch handelt es sich um eine kompakte Typenhebel-Reiseschreibmaschine mit Vorderanschlag, vierreihiger Tastatur und Umschaltung für Groß- und Kleinbuchstaben bzw. Sonderzeichen. Sie ist für den mobilen Einsatz konzipiert, bleibt aber gleichzeitig eine vollwertige Büroschreibmaschine im Kleinformat.
Im Laufe der frühen Entwicklung entstanden mehrere sogenannte „Urmodelle“, die sich vor allem im Gehäusedesign und in kleinen funktionalen Details unterscheiden. Während die Mechanik weitgehend konstant blieb, wurde die äußere Form schrittweise moderner, runder und farblich an den Zeitgeist der späten 1950er und frühen 1960er Jahre angepasst.
Die Gabriele wurde anschließend zu einer ganzen Modellfamilie ausgebaut und prägte über Jahrzehnte hinweg das Bild der Triumph-Adler-Reiseschreibmaschinen. Sie steht exemplarisch für den Übergang von klassischen, technisch geprägten Vorkriegsentwürfen hin zu industriell vereinfachten, designorientierten Schreibmaschinen der Nachkriegszeit.
Insgesamt gilt die Triumph Gabriele als eine der erfolgreichsten deutschen Reiseschreibmaschinen überhaupt und als wichtiger Wendepunkt in der Entwicklung tragbarer Büromaschinen.